Der Reichtum der Kirche besteht leider nicht aus wirtschaftlich verwertbarem Vermögen, das ständig Einnahmen abwirft, sondern in Kunstschätzen, deren Erhaltung wegen der hohen Kosten viel Kopfzerbrechen bereitet. Die Ausgaben der Diözese (siehe Rechenschaftsbericht) werden zu 87% aus dem Kirchenbeitrag bestritten. Die restlichen 13% der Ausgaben werden mit den sonstigen Einnahmen (z.B. aus Vermietung, Verpachtung) und aus der staatlichen Ersatzzahlung (Entschädigung für eingezogenes Kirchengut während der NS-Zeit) finanziert. Daran ist ersichtlich, wie unbedeutend das wirtschaftlich verwertbare Vermögen ist. Der Kirchenbeitrag dient zur Deckung der laufenden Ausgaben und wird nicht gehortet oder zur Schaffung von Vermögen verwendet.
Übrigens: Es stimmt, dass manche Ordensgemeinschaften (Klöster, Stifte) große Besitzungen haben. Allerdings können sie keine Kirchenbeiträge einheben und sind daher auf ihre eigenen Einkünfte angewiesen.
(red)