Ein Jahr Gesprächsinsel in Wien © gesprächsinsel

Seit einem Jahr gibt es die Gesprächsinsel im Schottenstift in Wien. 35 Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen für Gespräche und Beratung zur Verfügung. "Im ersten Jahr haben fast 900 Menschen die Gesprächsinsel besucht, das ist ein guter Start", erklärte Pater Lorenz Voith.

Am 1. Dezember 2008 wurde die Gesprächsinsel in Wien eröffnet. Ein Jahr später, am Freitag, 11. Dezember, feierten nicht nur die Wiener Mitarbeiter den ersten Geburtstag der Aktion, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesprächsoase aus Innsbruck, die Vorbild für die Wiener Einrichtung ist, waren nach Wien gekommen. "Wien ist anders", betonte Pater Lorenz Voith vor versammelter Mannschaft.

Ein pastoraler Ort für das 21. Jahrhundert

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"Wir haben einen besonderen pastoralen Ort geschaffen", so Pater Voith.

Es habe gedauert, bis sich in Wien die Idee einer Gesprächsinsel durchgesetzt habe. "Nach den Erfahrungen der vielen Jahren bin ich mehr denn je überzeugt, dass wir mit der Gesprächsinsel für Wien einen ganz wichtigen pastoralen Ort geschaffen haben, der im 21. Jahrhundert einen besonderen Platz neben den anderen Angeboten der Kirchen hat und immer haben wird. Wir haben sehr bescheiden begonnen, es war nicht leicht in der Innenstadt einen adäquaten guten Platz zu finden. Am Stephansplatz war alles voll und in abgelegene Gassen findet ja niemand hin. Wir sind eine ganz klar katholische Einrichtung, ein Seelsorgeort und das brauchen wir nicht zu verschweigen. Wir wollen unsere Werte nicht verstecken", so Pater Voith.

750 Gespräche mit 860 Menschen

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Bischofsvikar Karl Rühringer schneidet die Torte zum ersten Geburtstag der Gesprächsinsel an.

Hösch, brachte im Anschluss die aktuellen Zahlen der Gesprächsinsel. Bisher hätten 860 Menschen eine Beratung in 750 Gesprächen in Anspruch genommen. "Ein Viertel dieser Gespräche diente für Informationen über die Gesprächsinsel selbst. Was ist das hier, worum geht es? Drei Viertel der Gespräche waren inhaltliche Gespräche, die in der Regel wirklich eine Stunde dauern. Nach einer Stunde lautet die Dienstanweisung der Mitarbeiter, die Menschen darauf hinzuweisen, dass sie auch wieder kommen können, es muss nicht bei einem Gespräch bleiben", so Hösch, der betonte wie tief und intensiv diese Gespräche oft sind.

Ein Ort für Gespräche

Im Schnitt kämen vier Personen an jedem offenen Tag in die Gesprächsinsel, was für den Anfang ein guter Schnitt sei, so Hösch. Bischofsvikar Paul Rühringer gratulierte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum einjährigen Bestehen. "Die Idee einer Gesprächsinsel oder -oase in Wien ist lange herumgegeistert, aber nie wirklich auf Schiene gebracht worden. Es war auch nicht einfach, das Projekt zu realisieren. Ich habe den ungebrochenen Mut und die Zuversicht von Pater Voith sehr bewundert. Ich darf allen Mitarbeitern ganz herzlich danken. Es gibt in Wien viele Menschen, die das Anliegen haben, einen Gesprächspartner zu finden. Es ist für mich eine sehr segensreiche Einrichtung, und ich bin sehr froh, dass es diesen Ort gibt", so Bischofsvikar Rühringer.

(red)

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