"Wir reden darüber" © Katholische Jungschar

Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen nicht verschweigen, das war das Anliegen eines Workshops der Katholischen Jungschar. "Hier ist immer noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten", so die Jungscharvorsitzende in Wien, Johanna Traxler.

"Sexuelle Gewalt hinterlässt bei Kindern tiefe Spuren und jeder Missbrauchsfall, egal ob in der Familie, in der Schule oder in der Kirche, ist einer zuviel. Hier ist immer noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, um Kinder zu schützen und den Tätern und auch den Täterinnen möglichst wenig Handlungsspielraum zu lassen", erklärt Johanna Traxler, Vorsitzende der Katholischen Jungschar Wien, in einer Aussendung am Dienstag, 16. März 2010.

Kontinuierliche Bildungsarbeit

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Die Jungschar bietet Weiterbildung für die Pfarren an.

Weil zu diesem Thema regelmäßige und kontinuierliche Bildungsarbeit geleistet werden muss, hat die Katholische Jungschar einen Workshop unter dem Titel "Wir reden d'rüber" angeboten. "Auch wenn es bislang erfreulicherweise keine Berichte über Missbrauchsfälle im Umfeld der Katholischen Jungschar gibt, ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und Ohren und Augen nicht zu verschließen", so Traxler. Im Workshop ging es darum, was sexueller Missbrauch genau ist, wie die Anzeichen erkannt werden können und was man tun kann, um den Opfern zu helfen und die Kinder in der Jungschar bestmöglich zu schützen.

Es gibt kein Patentrezept

Rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vom Jungschargruppenleiter über die Volksschullehrerin bis zu Pastoralassistenten und Müttern, fanden sich zusammen, um in Kleingruppen einen Zugang zum Thema zu finden. "Mir sind jetzt viele Fragen klarer", erklärt eine Teilnehmerin. Sie wisse, es gebe kein Patentrezept, um Missbrauch hundertprozentig zu verhindern, aber sie wisse nun, wie sie ihre Kinder stärken und in der Jungschar klare Rahmenbedingungen schaffen könne, sodass es zu keinen Übergriffen kommen kann.

Ein "Nein" akzeptieren

"Die Katholische Jungschar setzt ihren Schwerpunkt zum Thema sexuellen Missbrauch fort und bietet spezielle Pfarrbesuche zur Materie an. Dabei kommen Mitarbeiter der Diözesanleitung kostenlos in Gruppenleiterrunden in Pfarren und bieten Inputs zum Thema sowie auf den Jungscharkontext maßgeschneiderte Präventionsarbeit an", erklärt Traxler. Indem man in der Jungschar auch das klare "Nein" der Kinder akzeptiere, sie nicht zwinge, überall mitzumachen und offen und ehrlich auf ihre Fragen eingeht, werde die Entwicklung der Kinder gestärkt und Prävention vor Übergriffen geleistet.

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(red)

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