Mit einem Netz von 660 Pfarren ist die Kirche in der Erzdiözese Wien überall den Menschen nahe. Tag für Tag sind Priester, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die rund 1,3 Millionen Katholikinnen und Katholiken, aber auch für viele andere Menschen in der Erzdiözese Wien als Ansprechpersonen und Seelsorger im Einsatz. Finanziert wird diese flächendeckende Seelsorge vor allem durch den solidarischen Pflichtbeitrag der Gläubigen, den Kirchenbeitrag.
85 Prozent der Einnahmen der Erzdiözese Wien stammen aus Kirchenbeiträgen. Ohne diese Gelder gäbe es kein flächendeckendes Seelsorge-, Sozial- und Bildungsangebot der Kirche. Mit 10 Prozent stellen die Entschädigungen für die NS-Enteignungen einen relativ kleinen Teil der Einnahmen dar, die restlichen 5 Prozent machen sonstige Einnahmen wie Erträge aus Vermietungen, Erbschaften, Zinsen und Pacht aus
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Der größte Teil der Kirchenbeiträge dient der Finanzierung der Seelsorge. 1.195 Priester und Ordensleute, 242 Pastoralassistentinnen und -assistenten sowie 29 Jugendleiterinnen und -leiter sind in der Seelsorge im Einsatz. Außerdem beschäftigt die Erzdiözese Wien in den Pfarren und Zentralstellen rund 1.400 Laienangestellte. Auch ihre Arbeit kommt direkt oder indirekt der Seelsorge zugute. Seelsorge, soziale Hilfe, Bildung geschehen von Mensch zu Mensch; daher sind die Personalkosten der größte Ausgabenposten. So waren im Jahr 2009 57 Prozent der Ausgaben für die Bezahlung der Geistlichen und der Laienmitarbeiterinnen und -mitarbeiter bestimmt.
Seelsorge braucht aber auch ein "Dach über dem Kopf". Die Erzdiözese Wien trägt die Verantwortung für 1.600 kirchliche Gebäude wie Gotteshäuser, Pfarrhöfe und Gemeindezentren. Die Erhaltung dieser Gebäude - von denen viele zu den kulturellen Kostbarkeiten unseres Landes zählen - kostet viel Geld. Insgesamt 11 Prozent der Ausgaben wurden im vergangenen Jahr für bauliche Maßnahmen aufgewendet. Ein Drittel der Ausgaben fließt in den Sachaufwand (für die Arbeit im Sozialbereich, Bildung, Verwaltung, Kinder- und Jugendarbeit,...).
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Die Pfarrgemeinden sind die tragende Struktur der Seelsorge; deshalb kommt ihnen ein hoher Prozentsatz der Ausgaben zugute. Auch im finanziellen Bereich wird versucht, das Verhältnis von "Zentrale" und "Filialen" im Geist der Gemeinschaft ("communio") zu gestalten.
Die Gläubigen stellen mit ihrem Kirchenbeitrag sicher, dass die Kirche ihre Hauptaufgaben - Verkündigung des Evangeliums, Feier des Gottesdienstes, karitativer Einsatz für den Nächsten in Not - leisten kann. Durch den Kirchenbeitrag wird es der Kirche in Österreich aber auch ermöglicht, viele soziale und kulturelle Initiativen zu setzen, die dazu beitragen, das Leben der Menschen besser zu gestalten.
Der Rechenschaftsbericht 2009
(red)