Dienstag 27. Juni 2017
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Steuern sparen mit dem Kirchenbeitrag

Auch der Staat schätzt die Leistungen der Kirche für die Gesellschaft und unser Land. Deshalb können Sie bis zu 400 Euro Kirchenbeitrag pro Person von der Steuer absetzen. Ab 2017 brauchen Sie dafür keine Zahlungsbestätigung Ihrer Kirchenbeitragsstelle mehr.

 

Die Katholische Kirche ist nämlich gesetzlich verpflichtet (§ 18 Abs. 8 Einkommensteuergesetz), die ab 1.1.2017 von Ihnen jährlich bezahlten Kirchenbeiträge zur Berücksichtigung als Sonderausgaben in der Arbeitnehmer- bzw. Einkommensteuerveranlagung bis Ende Februar des Folgejahres elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln.

 

Jede Neuerung bringt Fragen mit sich. Antworten erhalten Sie auf der Homepage des Finanzministeriums bzw. bei Ihrem Finanzamt. Informationen zur „antragslosen Arbeitnehmer/innen/veranlagung“ und zur automatischen Datenübermittlung finden Sie auch hier.

 

Ich möchte nicht, dass meine Zahlungen an das Finanzamt gemeldet werden. Was muss ich tun?

Wenn Sie das nicht möchten, können Sie die Datenübermittlung bei der Kirchenbeitragsstelle untersagen. Es erfolgt dann keine Übermittlung der von Ihnen geleisteten Beiträge, die Absetzung des Kirchenbeitrags bei der Lohn- bzw. Einkommensteuer ist aber dann nicht möglich.

Kann ich den Kirchenbeitrag weiterhin auch selbst in meiner Arbeitnehmer/innen/veranlagung bzw. Einkommensteuererklärung geltend machen?

Nein, ab dem Veranlagungsjahr 2017 nicht mehr. Es ist gesetzlich vorgesehen, dass die Beiträge nur mehr auf Grundlage einer elektronischen Datenübermittlung im Bescheid berücksichtigt werden. Das erfolgt automatisch, eine Geltendmachung in der Steuererklärung ist nicht mehr erforderlich.

Ich habe die Datenübermittlung untersagt. Kann ich das wieder rückgängig machen?
Ja. Wenn Sie untersagt haben, erfolgt so lange keine Datenübermittlung, bis Sie diese Untersagung widerrufen. Für einen Widerruf kontaktieren Sie bitte Ihre Kirchenbeitragsstelle.
Sind meine Daten auch sicher? Was ist mit dem Datenschutz?
Die Übermittlung der bezahlten Kirchenbeiträge erfolgt verschlüsselt und über FinanzOnline als sicheres Medium. Es wird ein eigenes Kennzeichen verwendet – das „verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen für Steuern und Abgaben“ (vbPK SA). Die Zuordnung zu einer bestimmten Person ist daher ausschließlich für das Finanzamt möglich. Damit ist der Schutz der persönlichen Daten gewährleistet. Ein Datenaustausch findet nicht statt – d. h. die Kirche erhält vom Finanzamt wie bisher keine Informationen über die Höhe Ihres Einkommens.
Der Kirchenbeitrag wird für uns als Ehepaar gemeinsam berechnet. Wie wird der Beitrag bei der Übermittlung aufgeteilt? Kann man diese Aufteilung ändern?
Die Aufteilung der Kirchenbeitragszahlungen erfolgt entsprechend der Höhe des berechneten Kirchenbeitrags bzw. der Beitragsgrundlage (Einkommen). Wird eine andere Aufteilung gewünscht oder möchte ein/e Ehepartner/in den gesamten gemeinsamen Kirchenbeitrag bei ihrer/seiner Einkommensteuer berücksichtigt haben, muss das beim Finanzamt beantragt werden.
Der Kirchenbeitrag kann auch von einer anderen Person abgeschrieben werden – das gilt für (Ehe)Partner/innen und Kinder (§ 18 Abs. 3 Z 1 EStG)? Was ist in diesem Fall zu tun?
Soll die Beitragszahlung bei einer anderen Person berücksichtigt werden, muss das beim Finanzamt beantragt werden.
Ich habe 2017 oder später Kirchenbeiträge bezahlt und die Übermittlung nicht untersagt. Trotzdem sehe ich in FinanzOnline/in meinem Einkommensteuerbescheid keine Zahlungen bzw. einen falschen Betrag. Was muss ich tun?
In solchen Fällen wenden Sie sich bitte an die Kirchenbeitragsstelle. Es kann sein, dass eine oder mehrere Zahlungen falsch zugeordnet wurden. Das muss korrigiert und dann geändert an das Finanzamt übermittelt werden. Dann können Sie die Kirchenbeiträge als Sonderausgabe geltend machen.

 

"Im Dienst der Menschen"

Kardinal Christoph Schönborn

"Der Kirchenbeitrag ermöglicht die großen Leistungen im Dienst der Menschen von heute"

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"Das ist es mir wert"

Walter Schmolly, Feldkirch

"Sie schaffen mit Ihrem Beitrag die Basis für die kirchlichen Angebote und Initiativen in der Seelsorge, im Sozialen und im Kulturellen."

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Kirchenbeitrag.at
Eine Initiative der Finanzkammern der Diözesen Österreichs
Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Wolfgang Paset
Wollzeile 2|5|513
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Darstellung:
http://www.liturgie.at/