"Aufbauen statt abhauen"
© StephanscomDem Ärger über die Kirchenkrise Luft machen, aber trotzdem in der Kirche bleiben, das ist der Sinn einer neuen Internet-Plattform der Katholischen Jugend. Mit einem bedruckten T-Shirt dankten die Vertreter der Aktion Kardinal Schönborn für seine Unterstützung.

Am Rande der Pressekonferenz der Österreichischen Bischofskonferenz am Montagnachmittag, 16. Februar 2009, übergaben die Vertreter der Katholischen Jugend, Nina Sevelda, Geschäftsführerin, Florian Unterberger, Sprecher der Initiative www.aufbauen-statt-abhauen.at und Jürgen Maier, Ehrenamtlicher Vorsitzender der Katholischen Jugend der Erzdiözese Wien an Kardinal Christoph Schönborn ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Aufbauen statt Abhauen".

Der Kardinal dankte den jungen Menschen für ihre so schnelle Initiative und, dass Kritik so positiv ausgedrückt werden kann. Er verstehe die Notwendigkeit eines Ventils, bei dem sich der Ärger Luft machen könne, so der Kardinal.

Ausweg aus der Krise

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Die Katholische Jugend übergab Kardinal Christoph Schönborn ein "aufbauen-statt-abhauen"-T-Shirt.

"Großen Respekt" zollen die Initiatoren der Internet-Plattform Pfarrer Gerhard Maria Wagner für seinen Verzicht auf das Bischofsamt. "Wagner gebührt großer Respekt für diese Entscheidung. Größte Hochachtung gebührt aber Kardinal Schönborn und den anderen österreichischen Bischöfen, die in den letzten Tagen nichts unversucht gelassen haben, um einen Ausweg aus der Krise zu finden“, so die Geschäftsführerin der Katholischen Jugend Wien, Nina Sevelda.

Innerhalb weniger Stunden waren auf die Erstinitiative unter dem Motto "Trotz speiben bleiben" tausende Zugriffe erfolgt, berichtet Initiator Stephan Bazalka. Nun wurde die Website umbenannt, aber, es bleibe viel zu tun: Menschen zurückgewinnen, Neues aufbauen und Kirche weiterdenken. "Nach dem Motto 'innovativ statt Retro-Mief' laden wir dich ein, den besten Spruch zur aktuellen Situation der Kirche zu posten - und warum du weiterhin auf sie baust.", heißt es auf der Website der Katholischen Jugend der Erzdiözese.  

"Homepage hat mir Mut gemacht"

Die Nachrichten der Jugendlichen bestätigen, wie dringend notwendig ein derartiges Ventil ist. Michael Gansterer, 26-jähriger Oberministrant aus Wien, schreibt: "Ich war echt kurz davor auszutreten. Mit der Initiative wurde mir aber klar, dass sich ganz viele in der Kirche darüber ärgern und nicht damit abfinden. Das hat mir Mut gemacht!" Alexander, ein anderer User, bedankt sich für die "tolle Möglichkeit, sich konstruktiv Luft zu verschaffen".

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(red)



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