Radio Stephansdom seit zehn Jahren "on air"
© Radio StephansdomMit einem großen Festprogramm begeht der Wiener Diözesansender sein Zehn-Jahres-Jubiläum. Der Sender erreicht 80.000 Hörer täglich. "Wir haben uns zu einem spezialisierten Klassikradio entwickelt, das höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird", so Geschäftsführer Anton Gatnar.

Vor zehn Jahren, am 24. September 1998, ging Radio Stephansdom erstmals auf Sendung. Mittlerweile habe sich der Sender zu einem hoch spezialisierten Klassikradio entwickelt, das höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werde, so der Chefredakteur und Geschäftsführer des Radios, Anton Gatnar, im Gespräch mit Kathpress.

Radio Stephansdom geht auf die Initiative des Wiener Erzbischofs Kardinal Christoph Schönborn zurück. Täglich erreicht der Sender rund 80.000 Hörer im Großraum Wien, wöchentlich hat der Sender etwa 220.000 regelmäßige Hörer.

Weltweit hörbar

© Radio Stephansdom
Kardinal Christoph Schönborn 1998 beim Sendestart von Radio Stephansdom.

Im Blick auf die weitere Entwicklung des Senders sagte Gatnar, an vorderster Stelle müsse eine Ausdehnung der Empfangsmöglichkeiten in der gesamten Erzdiözese Wien stehen. Darüber hinaus gebe es jedoch auch Überlegungen, über die Grenzen der Erzdiözese hinaus zu expandieren. Hierzu böten sich derzeit die Möglichkeiten der Sendung per Satellit oder über das Internet.

Derzeit übersteige zwar ein Sendebetrieb via Satellit noch die finanziellen Möglichkeiten des Senders, man habe jedoch dank einer technischen Kooperation mit der Austria Presse Agentur eine technische Basis zur Internetübertragung per "livestream" gefunden, die bereits jetzt ein kostenloses weltweites Hörerlebnis in CD-Qualität ermöglicht.

Zukunftspläne

Im Raum stehe außerdem die Idee, Radio Stephansdom auch in anderen Diözesen empfangen zu können. Hier wolle man sich jedoch nicht in die Medienkonzepte der jeweiligen Diözesen einmischen, betonte Gatnar, und sich stattdessen darauf beschränken, "bei Bedarf gerne Hilfestellung beim Aufbau eigener Radios zu leisten".

Auch im Blick auf die finanzielle Basis des Senders gebe es noch Entwicklungspotenzial. So stehe der Sender zwar derzeit bereits als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit der Kirche auf einem soliden finanziellen Fundament, der Auftrag laute jedoch, eine möglichst hohe finanzielle Eigendeckung zu erreichen, so Gatnar. Derzeit lukriere der Sender rund ein Drittel seines Finanzbedarfs selbst, mittelfristig laute das Ziel jedoch, diesen Anteil auf zwei Drittel auszudehnen, so Gatnar.

(red)



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