Neue Kirche in Kleinwilfersdorf © Stephanscom

Der elliptische Neubau in der Weinviertler Pfarre Kleinwilfersdorf ist der erste Kirchenneubau in der Erzdiözese seit acht Jahren. Die Kirche ist dem "Erbarmen Gottes" geweiht, das nehme die Gemeinde "natürlich in die Pflicht", Barmherzigkeit zu üben, so Pfarrer Forsthuber.

Kardinal Christoph Schönborn weiht am Sonntag, 28. September 2008, um 10.00 Uhr die neue Kirche in Oberrohrbach im niederösterreichischen Weinviertel. Es ist dies der erste Kirchenneubau in der Erzdiözese Wien seit acht Jahren. Der neue Kirchenbau ersetzt eine funktionale Notkirche, die in den 1960er-Jahren aus einem früheren Schafstall errichtet worden war. Das dem "Erbarmen Gottes" geweihte neue Gotteshaus der Pfarre Kleinwilfersdorf hat den Grundriss einer Ellipse. Der Grundstein für das Projekt des Architekturbüros "Schermann und Stolfa" war im Oktober 2007 vom Wiener Erzbischof vorgelegt worden. Der Bau kostete 1,4 Millionen Euro. Mehr als 40 Prozent davon finanziert die Erzdiözese Wien, 25 Prozent das Land Niederösterreich, einen weiteren Beitrag liefert die Gemeinde Leobendorf.

Jedes Haus kann ein Heiligtum werden

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Im Oktober 2007 legte Kardinal Schönborn den Grundstein für die neue Filialkirche in Oberrohrbach.

Kardinal Schönborn bezeichnete Oberrohrbach in der Festschrift zur Kirchenweihe als eine "wachsende und hoffnungsvolle Kirchengemeinde". Die Gläubigen ermutigt er, nach dem Neubau der Kirche als eines "Hauses aus Steinen" nun an der Kirche als lebendige Gemeinschaft zu bauen. Jedes Haus in Oberrohrbach könne so "ein Heiligtum werden, in dem Gott wohnt".

"Offenes Herz für die Not der anderen"

Wenn am Sonntag die Kirche dem "Erbarmen Gottes" geweiht wird, verlangt das auch nach einem "offenen Herzen für die Not der anderen. Das nimmt die Gemeinde, die diesen Titel für die Kirche wünschte, natürlich auch in die Pflicht", betont Pfarrer Franz Forsthuber. Barmherzigkeit gelte gegenüber Menschen in sozialer Not, aber auch gegenüber wiederverheirateten Geschiedenen oder "aus Wut oder Verärgerung" aus der Kirche ausgetretenen Katholiken, so Forsthuber. Eine Statue des Künstlers Josef Elder, die eine Mutter zeigt, die sich zu ihrem Kind beugt, solle später der Barmherzigkeit sichtbare Gestalt geben.

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(red/PEW)

(red)

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